Mit einem Sportwagen verdienen Sie pro Tag ein Vielfaches dessen, was ein Kleinwagen bringt. Gleichzeitig ist jeder Fehler teurer: ein Bordstein, ein Fahrer ohne Erfahrung, ein Kunde, der den Wagen nie zurückbringen wollte. Dieser Beitrag beschreibt, wie Sie den Betrieb so aufstellen, dass die Marge bei Ihnen bleibt.
1. Zulassung und Versicherung
Wer Fahrzeuge ohne Fahrer an wechselnde Kunden vermietet, muss das bei der Zulassung angeben — das Fahrzeug wird als Selbstfahrervermietfahrzeug geführt. Was das bedeutet, erklärt Selbstfahrervermietfahrzeug. Eine normale Privathaftpflicht deckt die Vermietung nicht.
Bei der Versicherung kommt es vor allem auf drei Punkte an: die Vollkasko mit Selbstbeteiligung, die Bedingungen für junge oder unerfahrene Fahrer und mögliche Ausschlüsse (etwa Fahrten auf Rennstrecken). Viele Versicherer stellen bei Hochleistungsfahrzeugen eigene Anforderungen an Fahreralter und Führerscheinbesitz. Ihre Vertragsbedingungen sollten diese Anforderungen 1:1 übernehmen, sonst vermieten Sie an Kunden, für die im Schadenfall kein Versicherungsschutz besteht. Mehr in Selbstfahrervermietversicherung.
2. Die Kaution richtig bemessen
Die Kaution soll den Schaden abdecken, den Sie selbst tragen müssten — also mindestens die Selbstbeteiligung der Vollkasko, dazu einen Puffer für Kleinschäden, Mehrkilometer und Tankfüllung. Bei Sportwagen bewegen sich Kautionen deshalb oft im Bereich von mehreren tausend Euro, bei sehr hochwertigen Fahrzeugen auch darüber.
Zwei praktische Regeln:
- Kaution vor der Übergabe, nicht danach. Ohne Kaution kein Schlüssel.
- Karte des Fahrers selbst. Eine Kaution von der Karte eines Dritten ist ein klassisches Warnsignal.
Wie Sie Kautionen abwickeln, erstatten oder einbehalten, beschreibt Kaution bei der Vermietung.
3. Mindestalter, Führerschein, Identität
Die meisten Schäden an Sportwagen verursachen Fahrer, die mit der Leistung nicht umgehen können. Deshalb setzen Vermieter ein höheres Mindestalter und eine Mindestdauer des Führerscheinbesitzes an als bei Alltagsautos — die genauen Werte richten sich nach Ihrer Versicherung.
Bei der Übergabe prüfen Sie:
1. Ausweis im Original, Foto stimmt mit der Person überein.
2. Führerschein im Original, Klasse und Ausstellungsdatum.
3. Name auf Ausweis, Führerschein, Vertrag und Karte ist identisch.
4. Zusatzfahrer werden genauso geprüft und im Vertrag eingetragen.
Wie Sie das rechtssicher und datensparsam dokumentieren, steht in Führerscheinkontrolle in der Autovermietung.
4. Was in den Mietvertrag gehört
| Klausel | Warum |
|---|
---|---
| Rennstreckenverbot | Fahrten auf Rennstrecken, Rennen und Fahrertrainings sind meist vom Versicherungsschutz ausgeschlossen |
|---|---|
| Kilometerbegrenzung | Laufleistung senkt den Wert eines Sportwagens besonders stark |
| Selbstbeteiligung | Kunde weiß vorher, was ein Schaden ihn höchstens kostet |
| Berechtigte Fahrer | nur geprüfte, im Vertrag eingetragene Personen |
| Auslandsfahrten | nur nach Absprache, Ziel im Vertrag |
| Rauch- und Tierverbot | Innenausstattung aus Leder ist teuer zu reinigen |
| Tankregel | Kraftstoffsorte und „voll/voll" ausdrücklich nennen |
Freikilometer und Mehrkilometerpreis kalkulieren Sie wie in Kilometerbegrenzung beim Mietwagen beschrieben, nur mit höherem Wertverlust je Kilometer.
5. Das Protokoll: Detail statt Übersicht
Vier Fotos von außen reichen bei einem Sportwagen nicht. Fotografieren Sie bei Übergabe und Rückgabe gleich:
- jede Felge einzeln — Bordsteinschäden sind der häufigste Streitpunkt,
- Frontspoiler und Unterkante, Schweller, Diffusor,
- Frontscheibe auf Steinschläge,
- Innenraum: Sitzwangen, Lenkrad, Mittelkonsole,
- Kilometer- und Tankstand in einem Bild.
Fotos mit Zeitstempel und die Unterschrift des Kunden machen aus Ihrer Beobachtung einen Beleg. Den Aufbau eines belastbaren Protokolls zeigt Übergabeprotokoll Fahrzeug.
6. Betrugsrisiken erkennen
Sportwagen ziehen Kunden an, die das Fahrzeug nicht fahren, sondern behalten oder weiterverkaufen wollen. Typische Warnsignale:
- Buchung kurzfristig, Zahlung von fremder Karte oder in bar mit großer Eile,
- Abholung durch eine andere Person als den Buchenden,
- ungewöhnlich lange Mietdauer beim ersten Kontakt, Ziel im Ausland,
- Ausweisdokumente, die nur als Foto vorgelegt werden.
Im Zweifel lehnen Sie ab. Eine verlorene Buchung kostet weniger als ein verschwundenes Fahrzeug. Was Sie tun, wenn ein Fahrzeug nicht zurückkommt, steht in Fahrzeug nicht zurückgegeben.
7. Kundentypen und Preismodelle
| Kundentyp | Typischer Wunsch | Passendes Modell |
|---|
---|---|---
| Erlebnisfahrt, Geschenk | ein paar Stunden Fahrspaß | Stundenpaket oder Erlebnispaket mit festen Kilometern |
|---|---|---|
| Hochzeit | Fahrzeug für einen Tag, oft mit Dekoration | Tagespreis, Deko-Regeln im Vertrag |
| Wochenendausflug | Freitag bis Sonntag | Wochenendpaket mit Kilometerkontingent |
| Firmenevent, Fotoshooting | planbar, oft Rechnung an Firma | Tagespreis netto, Rahmenvertrag |
Bauen Sie Pakete über Mindestmietdauer und Zusatzleistungen (Zusatzfahrer, Dekoration, Zustellung) auf, statt jeden Preis individuell zu verhandeln. In der Hochsaison lohnen sich Saisonpreise.
Wobei Flotello hilft
In Flotello hinterlegen Sie je Fahrzeug Preisliste, Saisonpreise, Kaution und Kilometerbegrenzung mit Mehrkilometerpreis. Die Kaution nehmen Sie per Karte oder bar an und erstatten oder behalten sie bei der Rückgabe ein. Der Mietvertrag entsteht aus Ihrer Vorlage — mit Rennstreckenverbot und Selbstbeteiligung — und wird per Finger unterschrieben. Das Übergabe- und Rückgabeprotokoll erfasst Fotos mit Zeitstempel, Kilometer- und Tankstand und die Zubehör-Checkliste. Mit Buchungsregeln wie der Mindestmietdauer und Zusatzleistungen bilden Sie Ihre Pakete ab, auch in der Online-Buchung mit Zahlung. Details in der Hilfe zu Kautionen und Zahlungen und der Hilfe zu Übergabeprotokollen; die Tarife finden Sie auf der Preisseite. Sie können Flotello 7 Tage kostenlos testen, ohne Karte.
Was Flotello konkret für Ihre Art von Vermietung leistet, sehen Sie hier: Software für die Autovermietung; außerdem Software für die Anhängervermietung, Software für die Baumaschinenvermietung und Software für die Wohnmobilvermietung.