Der Tagespreis deckt die Zeit, in der Sie das Fahrzeug nicht haben. Er deckt nicht, was in dieser Zeit mit ihm passiert. Ein Transporter, der nach einem Wochenende mit 1.400 Kilometern mehr zurückkommt, ist näher an der nächsten Inspektion, an neuen Reifen und an einem niedrigeren Wiederverkaufswert. Die Kilometerbegrenzung verteilt diese Kosten fair: Wer wenig fährt, zahlt nicht für den, der viel fährt.
1. Drei Modelle und für wen sie passen
| Modell | So funktioniert es | Passt für |
|---|
---|---|---
| Freikilometer pro Tag | eine feste Zahl je Miettag, über die Mietdauer addiert | Pkw und Transporter, Kurzzeitmiete |
|---|---|---|
| Kilometerpaket je Miete | ein fester Block für die gesamte Laufzeit | Langzeitmiete, Firmenkunden |
| Unbegrenzte Kilometer | kein Limit, höherer Tagespreis | Urlaubsfahrten, lange Strecken, starkes Verkaufsargument |
Die meisten Vermieter kombinieren das erste und das dritte Modell: Grundpreis mit Freikilometern, gegen Aufpreis ohne Begrenzung. Der Kunde entscheidet selbst und fühlt sich nicht gegängelt.
Eine wichtige Festlegung: Freikilometer werden über die gesamte Miete addiert, nicht Tag für Tag abgerechnet. Wer ein Fahrzeug drei Tage mit 250 Freikilometern pro Tag mietet, hat 750 Kilometer — egal, ob er sie an einem Tag fährt. Tagesweise Abrechnung ist unübersichtlich, schwer zu belegen und wird von Kunden als Falle empfunden.
2. Wie viele Freikilometer?
Gehen Sie von den tatsächlichen Fahrten Ihrer Kunden aus. Wenn Sie Übergabeprotokolle mit Kilometerständen führen, haben Sie die Daten: durchschnittliche Fahrleistung je Miettag und deren Streuung. Legen Sie die Grenze so, dass die große Mehrheit der normalen Mieten hineinpasst — etwa vier von fünf. Eine Grenze, die jeder zweite Kunde überschreitet, ist keine Begrenzung, sondern ein versteckter Aufschlag, und so wird sie auch wahrgenommen.
Als grobe Orientierung liegen Freikilometer bei Pkw in der Kurzzeitmiete im Bereich einiger hundert Kilometer pro Tag, bei Transportern oft darunter; in der Langzeitmiete wird ein Monatspaket vereinbart. Das ist ein Anhaltspunkt, kein Richtwert: Ein Vermieter am Flughafen hat andere Fahrleistungen als ein Umzugstransporter-Verleih in der Stadt.
3. Den Mehrkilometerpreis kalkulieren
Der Preis je Mehrkilometer soll das decken, was Sie ein Kilometer tatsächlich kostet, plus eine angemessene Marge. In die Kosten je Kilometer gehören:
- Wertverlust des Fahrzeugs, der auf die Laufleistung entfällt,
- Wartung und Inspektion auf den Kilometer umgerechnet (Öl, Bremsen, Zahnriemen nach Intervall),
- Reifen,
- bei Langzeitmiete gegebenenfalls ein Anteil der Versicherung, wenn sie von der Jahresfahrleistung abhängt.
Kraftstoff gehört nicht hinein, wenn Sie mit der Regel voll–voll vermieten. Wie aus diesen Bausteinen eine vollständige Preisliste wird, zeigt Mietpreise kalkulieren.
Halten Sie es einfach: ein Preis je Fahrzeugklasse. Gestaffelte Preise nach Mehrkilometer-Bändern wirken gerecht, aber bei der Rückgabe rechnet sie niemand im Kopf nach — und das Vertrauen ist weg.
4. Was im Mietvertrag stehen muss
Die Nachberechnung ist ein vertraglicher Anspruch. Was nicht vereinbart ist, können Sie nicht verlangen — auch wenn es auf Ihrer Website steht. In den Vertrag gehören:
- Anzahl der Freikilometer und die Berechnungsweise (Summe über die gesamte Mietdauer),
- der Mehrkilometerpreis, bei Privatkunden als Bruttopreis,
- was bei Verlängerung gilt — die Freikilometer wachsen anteilig mit,
- was bei vorzeitiger Rückgabe gilt — üblicherweise keine Kürzung, aber schreiben Sie es hinein,
- der Kilometerstand bei Übergabe als Ausgangswert mit Verweis auf das Protokoll,
- eine Regelung für einen defekten Tachometer oder den Verdacht auf Manipulation.
Das Gerüst eines Mietvertrags beschreibt Mietvertrag für den Anhängerverleih. Bei Online-Buchungen muss der Kunde Freikilometer und Mehrkilometerpreis vor der Zahlung sehen, nicht erst im Vertrag bei der Abholung. Die genauen Anforderungen an Preisangaben gegenüber Verbrauchern ergeben sich aus der Preisangabenverordnung — prüfen Sie im Zweifel die aktuelle Fassung.
5. Der Kilometerstand im Protokoll: Foto statt Zahl
Gestritten wird selten über den Preis, fast immer über den Ausgangswert. Deshalb:
1. Tragen Sie den Kilometerstand bei der Übergabe ins Protokoll ein und fotografieren Sie ihn so, dass Zahl und Tankanzeige lesbar sind. Ein Foto mit Zeitstempel wiegt mehr als eine handschriftliche Zahl.
2. Der Kunde unterschreibt das Protokoll und bestätigt damit den Stand.
3. Bei der Rückgabe dasselbe. Differenz minus Freikilometer mal Preis ergibt die Nachberechnung — zeigen Sie dem Kunden die Rechnung vor Ort.
4. Rechnen Sie sofort ab, am besten gegen die Kaution, und stellen Sie eine Rechnung aus.
Wie ein Protokoll aufgebaut sein muss, das im Streitfall trägt, beschreibt Übergabeprotokoll Fahrzeug.
6. Mit dem Kunden darüber sprechen
Eine Kilometerbegrenzung schadet nur, wenn der Kunde nichts von ihr weiß. Drei einfache Regeln:
- Sagen Sie sie bei der Übergabe laut, auch wenn sie im Vertrag steht: „Sie haben 750 Kilometer für die gesamte Miete, jeder weitere kostet so und so viel."
- Fragen Sie nach dem Ziel. Wer an die Ostsee fährt, sollte das Angebot „unbegrenzte Kilometer" bekommen, bevor er losfährt — nicht die Rechnung danach.
- Zeigen Sie bei der Rückgabe die Rechnung. Zwei Zahlen aus dem Protokoll, Freikilometer, Preis. Transparenz ist billiger als eine Reklamation.
Bei der Langzeitmiete gehört ein Monatskontingent in den Vertrag; mehr dazu in Langzeitmiete anbieten.
Wobei Flotello hilft
In Flotello legen Sie die Kilometerbegrenzung je Fahrzeug fest: maximale Kilometer pro Tag und Preis je Mehrkilometer. Der Kilometerstand wird im Übergabeprotokoll bei Ausgabe und Rückgabe erfasst, samt Foto mit Zeitstempel, und die Fahrleistung wird aus beiden Protokollen automatisch berechnet — bei der Rückgabe sehen Sie sofort die Differenz zum Kontingent und die Nachberechnung. Wie Fahrzeuge und Preise eingerichtet werden, steht in der Hilfe zu Fahrzeugen; die Tarife finden Sie auf der Preisseite.
Flotello nach Branche: Software für die Autovermietung, Software für die Anhängervermietung, Software für die Baumaschinenvermietung und Software für die Wohnmobilvermietung.