1. Umsatz je Fahrzeug
Addieren Sie für jedes Fahrzeug, was es im Monat eingebracht hat: Miete, Servicepauschalen, Extras, Mehrkilometer. Kautionen zählen nicht dazu, sie sind kein Ertrag.
Die Unterschiede innerhalb eines Fuhrparks sind regelmäßig drastisch. Es ist völlig normal, dass der beste Anhänger das Zwei- bis Dreifache des schwächsten erwirtschaftet. Genau darin liegt der Wert der Zahl: Sie kaufen nach, was sich dreht — nicht das, was gerade günstig im Angebot steht.
2. Auslastung
Auslastung entspricht vermietete Tage geteilt durch verfügbare Tage. Entscheidend ist das Wort verfügbar: Tage in der Werkstatt, Tage mit Hauptuntersuchung, interne Blockierungen gehören nicht in den Nenner. Sonst messen Sie Ihre Werkstattzeiten statt Ihres Vertriebs.
| Auslastung | Wie sie zu lesen ist |
|---|---|
| unter 20 Prozent | Fahrzeug trägt sich nicht — Preis, Sichtbarkeit oder falsches Modell |
| 25 bis 40 Prozent | üblicher Bereich bei saisonaler Technik |
| 40 bis 60 Prozent | Preis und Angebot sitzen |
| über 70 Prozent | zu wenig Material, Sie lehnen Nachfrage ab |
Hohe Auslastung ist nicht automatisch gut. In den meisten Fällen bedeutet sie, dass Sie zu günstig sind oder dass Sie Anfragen absagen müssen — beides kostet Geld, nur an unterschiedlichen Stellen.
3. Durchschnittliche Mietdauer
Zehn Eintagesmieten und drei Dreitagesmieten können denselben Umsatz erzeugen. Die erste Variante kostet Sie zehn Übergaben, zehn Rücknahmen, zehn Protokolle und zehn Reinigungen.
Liegt Ihr Schnitt unter 1,5 Tagen, schauen Sie zuerst in die Preisliste: Vermutlich fehlt eine Degression, die längere Mieten attraktiv macht. Ein Tagespreis, der ab dem dritten Tag sinkt, verschiebt die Nachfrage oft innerhalb weniger Wochen.
4. Stornoquote
Wie viele bestätigte Reservierungen enden ohne Miete. Gesund sind Werte bis etwa zehn Prozent. Deutlich höhere Werte haben fast immer eine von drei Ursachen:
- Es gibt keine Anzahlung und keine Kartenhinterlegung.
- Stornobedingungen existieren, werden aber nicht durchgesetzt.
- Buchungen entstehen sehr weit im Voraus ohne jede Bindung.
5. Anteil der Nachberechnungen
Wie viele Mieten mit einer zusätzlichen Abrechnung enden — Mehrkilometer, Kraftstoff, Reinigung, Schaden. Interessant sind beide Extreme.
Ein Wert nahe null heißt fast nie, dass alle Kunden perfekt sind. Er heißt, dass Sie nicht abrechnen, was Ihnen zusteht. Ein Wert über einem Drittel heißt umgekehrt, dass Ihre Regeln unklar sind oder bei der Übergabe nicht erklärt werden.
6. Berechnung ohne System
Eine Tabelle im Monat, eine Zeile je Fahrzeug:
| Spalte | Woher |
|---|---|
| Vermietete Tage | aus den Mietverträgen |
| Verfügbare Tage | Tage im Monat abzüglich Blockierungen |
| Umsatz | Miete plus Extras plus Nachberechnungen |
| Anzahl Mieten | aus den Mietverträgen |
| Nachberechnungen | aus den Abrechnungen |
Daraus fallen Auslastung und Umsatz je Fahrzeug direkt heraus. Der Aufwand liegt bei rund einer Viertelstunde im Monat. Wer bereits mit einem System arbeitet, sollte diese Zahlen ohne jede Rechenarbeit ablesen können — ist das nicht der Fall, nutzen Sie das System nur als besseren Kalender. Der Beitrag Zettel, Excel oder Software geht darauf ein, ab wann sich der Wechsel lohnt.
7. Wie oft Sie hinschauen sollten
| Zeitraum | Was Sie ansehen |
|---|---|
| Monatlich | Auslastung, Umsatz je Fahrzeug |
| Quartalsweise | Mietdauer, Stornoquote, Nachberechnungen |
| Jährlich | Ertrag minus Kosten je Fahrzeug, Ersatzplanung |
| Vor der Saison | Vergleich mit demselben Zeitraum im Vorjahr |
Die häufigste Fehlinterpretation: Monate untereinander vergleichen. Der Mai ist in fast jeder Vermietung besser als der November, und das sagt nichts darüber aus, ob Sie gut arbeiten. Vergleichbar ist nur derselbe Monat im Jahresvergleich.
Auf Jahressicht zählt am Ende eine einzige Frage: Hat sich dieses Fahrzeug selbst getragen? Ziehen Sie vom Jahresertrag Versicherung, Wartung, Prüfungen und Abschreibung ab. Was übrig bleibt, entscheidet über den Verbleib im Fuhrpark. Welche Kostenposten dabei regelmäßig vergessen werden, listet der Beitrag zur Fuhrparkverwaltung.
8. Was tun mit einem Fahrzeug, das nicht verdient
Halten Sie diese Reihenfolge ein, nicht die umgekehrte:
1. Sichtbarkeit prüfen. Steht das Fahrzeug überhaupt auf der Website und in der Online-Buchung?
2. Preis prüfen gegen die drei nächstgelegenen Wettbewerber.
3. Saisonpreis testen statt pauschalem Rabatt — außerhalb der Saison herunter, in der Saison zurück.
4. Fotos und Beschreibung überarbeiten. Ein im Regen fotografierter, schmutziger Anhänger wird nicht gebucht.
5. Erst danach verkaufen und den Erlös in den Fahrzeugtyp stecken, der sich bei Ihnen dreht.
Der vierte Punkt wird am meisten unterschätzt. Zwischen einem Handyfoto im Halbdunkel und drei sauberen Bildern mit Maßangaben liegen bei identischem Preis oft zweistellige Prozentpunkte Auslastung.
Wobei Flotello hilft
In Flotello liegen Mieten, Zahlungen und Blockierungen an einem Ort, sodass diese Zahlen nicht aus Kontoauszügen und Erinnerung zusammengesucht werden müssen. Je Fahrzeug sehen Sie die Historie, und Saisonpreise lassen sich gezielt bei dem Fahrzeug ändern, das steht — nicht pauschal über den ganzen Betrieb.
Sieben Tage kostenlos testen können Sie das System über die Registrierung; was es abdeckt, zeigt die Hilfe.